24 Stunden unterwegs beim dunkelsten Ultra des Jahres

von D.Gräwe

Detlef Gräwe, 62-jähriger Ultratriathlet und Ultraläufer aus den Reihen des Tri-As Hamm, machte sich am Wochenende auf den Weg nach Santpoort-Noord, um am dunkelsten 24 Stundenlauf des Jahres teilzunehmen.

Nach seinem Start beim TrailDorado am 10. und 11. Oktober im Arnsberger Wald, der 1. Deutschen Meisterschaft im 24 Stunden Traillauf, ging es für ihn nun wenige Wochen später in eine ganz andere Welt des 24 Stundenlaufs. Während er beim TrailDorado auf einer 4,1 km langen Runde mit 120 Höhenmetern durch die schöne Natur des Arnsberger Waldes unterwegs war, findet der “dunkelste Ultra des Jahres” im holländischen Sandpoort-Noord auf der Tartanbahn des örtlichen Athletikvereins Suomi statt; gelaufen wird auf den Bahnen 4 bis 6. Die Bahnen 1 bis 3 sind während des Wettbewerbs gesperrt. Alle zwei Stunden wird die Laufrichtung gewechselt, zwei Drittel der Zeit wird im Dunkeln gelaufen.

Für den Tri-As’ler Detlef Gräwe und 44 weitere Athletinnen und Athleten ( 8 Frauen und 37 Männer) ging es am Samstag, den 19.12. um 12 Uhr mittags an den Start. Bei trockenem, windigem Wetter und Temperaturen von ca. 10° C konnten die Teilnehmer Runde für Runde absolvieren. Mit Einbruch der Dunkelheit wurde das Flutlicht eingeschaltet und die Tartanbahn gut ausgeleuchtet. An einem vom Veranstalter eingerichteten Verpflegungsstand, der ganz auf die Bedürfnisse der Ultraläufer und –läuferinnen ausgerichtet war, wurden die Athleten jederzeit mit warmen und kalten Getränken sowie Speisen versorgt, soweit sie sich nicht selbst verpflegten.

Detlef Gräwe drehte auch nachts weiter seine Runden, während einige andere Athleten sich in einen vom Veranstalter bereitgestellten Raum zurückzogen oder schliefen. In einem Zelt nebenan bestand zudem die Möglichkeit sich umzuziehen, was Gräwe auch zweimal für den Wechsel in trockene und warme Kleidung nutze.

Gegen 9 Uhr morgens ließ sich auch ab und zu die Sonne blicken. Ca. 10 Minuten vor Wettkampfende erhielten die noch im Rennen verbleibenen Atlethen eine Holzlatte mit ihrem Vornamen und der dazugehörigen Startnummer. Als um 12 Uhr mittags das Schlusssignal ertönte, musste die Latte am erreichten Punkt abgelegt werden, so dass das Organisationsteam die gelaufenen Restmeter erfassen konnte.

Detlef Gräwe erreichte mit einer Gesamtstrecke von 136,2 km den 14. Platz der Männer.

Für den Tri-As’ler war der 24 Stundenlauf in Santpoort-Noord eine ungewöhnliche Veranstaltung, die mit viel Herzblut vom Organisationsteam und den zahlreichen Helfern durchgeführt wurde, aber insbes. auch ein überaus gelungener Abschluss der Ultrasaison.  In diesem Jahr steht für Gräwe zum Jahresabschluss zusammen mit einigen andreren Vereinsmitgliedern noch traditionell der Silvesterlauf von Werl nach Soest auf dem Programm, an dem er mittlerweile das 23. Mal teilnimmt. 

 

 

Ironman Barcelona – Abschluss der europäischen Triathlon-Saison

von Hermann Aschwer

Ironman Barcelona – Abschluss der europäischen Triathlon-Saison

Start und Ziel des Ironman Barcelona über die Langdistanz ist die touristische Hauptstadt der Costa del Maresme Calella. Nur wenige Kilometer entfernt von Barcelona fand dort am vergangenen Wochenende der letzte IRONMAN Wettbewerb vor der Weltmeisterschaft auf Hawaii und gleichzeitig der letzte europäische Wettkampf der Saison 2015 statt.

Auch für Michael Zarth vom Tri-As Hamm war es der letzte Start in dieser für ihn außergewöhnlichen Saison mit einem Doppelten Ultra Triathlon in Emsdetten und zwei Langdistanzen, zum einen in Roth und jetzt in Barcelona: „ Es ist schön, die Saison 2015 mit einem solchen Highlight beenden zu dürfen“.

Das Meer vor Calella zeigte sich bei diesem Ironman stürmisch, so mussten die Athleten zunächst die mannshohe Brandung überwinden, bevor sie dann schwimmend die 3,8 km durch Wellenberge und -täler im offenen Meer zurücklegen konnten. Hier war vor allem Kraft gefragt, um möglichst schnell die Wechselzone wieder zu erreichen.

Die 180 km lange Radstrecke beinhaltet zwar nur rund 700 Höhenmeter und gehört somit zu den schnellsten der Ironman-Wettkämpfe auf der Welt. Allerdings war auf der welligen Küstenstraße teilweise nur eine Spur für die Athleten gesperrt, so dass es bei den rund 2600 Startern und zweieinhalb zu fahrenden Runden zu längeren Engstellen kam, die ein Überholen –außer für die führenden Profis- unmöglich machten. Zur Erklärung: Diesen wird wie bei solchen Rennen üblich der Weg durch vorausfahrende Motorräder durch die Age-Grouper hindurch gebahnt.

Der anschließende Marathon bei spätsommerlichen Temperaturen teilte sich in vier zu laufende Runden entlang der Strandpromenade des Badeortes Calella auf. Sowohl an der Radstrecke, die durch viele kleine Dörfer am Mittelmeer führte als auch längs der Laufstrecke war die Stimmung durch die zahlreichen Triathlon begeisterten Spanier und die mitgereisten Begleitern des international besetzten Starterfeldes hervorragend. Mit dieser Unterstützung gelang es auch Michael Zarth seine bisher persönliche Bestzeit zu erzielen: „Die 11 Stunden konnte ich dieses Jahr zwar nicht unterschreiten, aber ich habe den letzten Ironman in dieser für mich besonderen Saison einfach nur genossen, das war mir wichtiger als die 11-Stunden-Grenze“.

 

Schwimmen: 1:15:31 h         Radfahren: 5:05:51 h       Laufen: 4:36:26h           gesamt: 11:05:59h   

Tri-As-Quartett bei Uentroper Herbstlauf

von Bettina Zarth

Kay Bieker, Heinz Hähnel, Michael Voss und Philine Wernke starteten am Samstag, 12.9.2015 beim beim  Uentroper Herbstlauf  über die 10 km. Das Wetter war top, als die 91 Läuferinnen und Läufer die Strecke durch die Geithe und entlang des Kanals in Angriff nahmen.

Die beste Zeit des Quartetts schaffte Michael Voss mit 43:44 Minuten. Damit belegte er in der AK 45 den 5. Platz. Heinz Hähnel kam mit 47:38 in der AK 60 auf den 3. Platz. Den Altersklassensieg in der AK wU18 holte sich Philine Wernke in der für sie bisher völlig unbekannten Disziplin mit einer Zeit von 49:05. Kay Bieker lief mit 51:06 seinen bislang schnellsten 10km-Lauf und belegte in der AK 45 den 9. Platz.

 

Triathlon in Riesenbeck bei tropischen Bedingungen

von Bettina Zarth

Am letzten Sonntag traten beim Triathlon in Riesenbeck für die zweite Mannschaft des Tri-As Hamm Jens Gerdes, Michael Voss, Kay Bieker und Michael Zarth in der Landesliga Nord zum letzten Wettkampf der Saison an. Bei der Anreise zogen zwar kräftige Gewitter auf, zum Start wurde es dann aber trocken, allerdings auch heiß und schwül.

So glaubte man dann schon vor dem Start im schwarzen Neoprenanzug durchzuschmoren. 

Auf der Olympischen Distanz (1500 m Schwimmen, 40 km Radfahren, 10 km Laufen) bewies dann zunächst Jens Gerdes seine gute Schwimmform, der von den Vieren als Erster in einer Zeit von 25:02 min aus dem Torfmoorsee kam, gefolgt von Kay Bieker nach 26:02 min. Zarth und Voss, die sonst eher auf den Langdistanzen unterwegs sind, stiegen zwar einige Minuten später als die beiden anderen auf ihre Räder, überholten diese bei der zweiten Disziplin wieder. Allerdings waren die meisten Teilnehmer mit der Radstrecke in Riesenbeck alles andere als glücklich. Diese stellte sich über weite Teile als wahre Rumpelpiste dar, so dass Fahrer und Material ordentlich durchgeschüttelt wurden. Nach einer Radzeit incl. Wechsel von 1:04:57 h kam Michael Zarth als erster Tri-As’ler in die zweite Wechselzone, die Michael Voss nach nur 1:09:12 h erreichte. Auf der Laufstrecke, auf der es dann für alle Athleten wegen des gefühlten Regenwaldklimas nochmal richtig hart wurde, nahm er Zarth noch eine knappe Minute ab. Insbes. Kay Bieker hatte mit der schwülen, heißen Luft zu kämpfen, so dass er sein Laufvermögen nicht abrufen konnte. Die Vier vom Tri-As Hamm meisterte aber auch diese Disziplin souverän. Trotz der Hitzeschlacht belegte die Mannschaft an diesem Tag einen ordentlichen 13. Rang und verbesserten das Saisonergebnis noch um einen Platz.

Im freien Feld über dieselbe Distanz starteten eine Stunde später der Vorsitzende des Vereins, Hermann Aschwer, sowie Daniela Keil und Bettina Zarth. Unter den Anfeuerungsrufen der mitgereisten Vereinskollegen und Familien, die trotz der Witterung schon die Mannschaft enthusiastisch unterstütz hatten erreichten auch diese drei Tri-As-Mitglieder das Ziel, Aschwer als 1. der Altersklasse (AK) M65, Keil 2. in der W40 und Zarth 3. der W50 und genossen anschließend das erfrischende Bad im kühlen See – diesmal aber ohne Neoprenanzug.

 

Aschwer bei der Challenge Walchsee

von Bettina Zarth

Altersklassensieg und Qualifikation für die Europameisterschaft 2016

Bei der internationalen Challenge Triathlonserie am Walchsee in Österreich siegte der Tri-As´ler Hermann Aschwer in seiner Altersklasse (65-69) auf seiner Paradedisziplin der Mitteldistanz über 1,9 km Schwimmen, 90 km Rad fahren und 21,1 km Laufen in 5:53 h und qualifizierte sich damit gleichzeitig für die Triathlon Mitteldistanz Europameisterschaften 2016.

Ideales Triathlon Wetter herrschte bereits zum Start der rund 1200 Athleten unterhalb des Wilden Kaiser Gebirges, so dass die Auftaktdisziplin im 21 Grad warmen Walchsee über 1,9 km Schwimmen ein Hochgenuss für alle Teilnehmer war.

Nach 39 Minuten wechselte Aschwer aufs Rad. Es waren zwei sehr anspruchsvolle Schleife durch das Alpenland zu fahren. Die 90 km, gespickt mit 1140 Höhenmetern absolvierte Aschwer in sehr guten 2:53 h, um dann den abschließenden Halbmarathon in 4 Runden um den Walchsee zu bewältigen. Gehandicapt durch einen Insektenstich, der Schwindelanfälle auslöste benötigte er hier 2:09 h und war damit rund 20 Minuten länger unterwegs als sonst in dieser Disziplin für ihn üblich.

Mit 5:53 h gewann er trotz allem eindeutig seine Altersklasse M65 und freut sich jetzt auf das Finale am kommenden Wochenende beim vereinsinternen Tri-As Hamm –Cup anlässlich des Riesenbeck Triathlons.

Zu Wasser, auf dem Rad und an Land

von Bettina Zarth

Schnuppertriathlon für Nachwuchssportler in Goch

Wenn morgens das Wasser brodelt, der Asphalt glüht und die Laufstrecke bebt, dann ist wieder Triathlonzeit im Freizeitbad GochNess.

So auch am Sonntag, den 23.08.15 als der 31. GochNess-Triathlon am Niederrhein stattfand. Für den Tri-As Hamm startete Ole Bieker in der Altersklasse Schüler A über die Distanz von 200m Schwimmen, 10 km Radfahren und 2,5 km Laufen. Bei einem Starterfeld von 30 Teilnehmern erreichte er in seiner Altersklasse den 5. und in der Gesamtwertung den 10. Platz.

Auf der Schwimmstrecke im See der Freizeitanlage GochNess ging es zunächst ruppig zu: Die zum Teil körperlich deutlich überlegenen Athleten der Jahrgänge 2001 und 2002 drängten an die Spitze des Feldes, wodurch die jüngeren teilweise erheblich Wasser schlucken mussten. Bieker, der hier seinen 3. Triathlon absolvierte,  war von dem starken Körpereinsatz zwar irritiert, erreicht aber schließlich als 13. mit einer Zeit von 3:56 min die Wechselzone.

Die Raddistanz fand dann ohne weitere körperliche Auseinandersetzungen statt und Bieker konnte einige Plätze gut machen. Nach einer Radzeit von 24:40 min ging es schließlich auf die Laufstrecke. Hier zeigte das spezielle Lauftraining, das Ole in den letzten Monaten zusätzlich absolviert bereits erste Ergebnisse: Mit der 6. schnellsten Laufzeit im Feld von 11:57 min kam er nach insgesamt 0:40:32 Std. ins Ziel.

Red Bull Tri Islands: Triathlon von Amrum über Föhr nach Sylt

von Kay Bieker

2,5 Kilometer Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren und 10 Kilometer Laufen: 335 Triathleten stellten sich am Sonntag dieser Herausforderung bei der nordfriesischen Premiere des Red Bull Tri Islands Triathlon auf Amrum, Föhr und Sylt. Unter den Startern auch die vier Athleten des Tri-As Hamm Bettina und Michael Zarth, Daniela Keil und Kay Bieker.

 

Von der Insel Amrum sollte es zunächst rund 2,5 Kilometer durch das offene Meer nach Föhr gehen, nach 40 Kilometern Radstrecke sollten dann 12-Mann-Boote die Teilnehmer zur finalen Laufentscheidung nach Sylt bringen. Diese mussten jedoch etwa nach 2:50 Stunden erreicht sein, denn der natürliche Knockout-Modus durch die Tide sollte verhindern, dass es alle Teilnehmer nach Sylt schaffen. Soweit die Theorie…

335 Teilnehmer stürzten sich pünktlich um 14 Uhr in die Fluten der Nordsee. Ein Kraftakt für alle Triathleten, die sich an diesem windigen und Wolken verhangenen Sommertag durch Wind, Wellen und Strömung kämpften. Auch schlechte Sicht und in der Richtung uneinige Lotsenboote erschwerten die Bedingungen für die Teilnehmer. Schnell zersplitterte das Feld und nur wenigen Athleten gelang es tatsächlich nach „nur“ 2,5 km auf Föhr an Land zu gehen. Sehr viele Teilnehmer wurden abgetrieben und benötigten schließlich Strecken von 3,5 bis fast 4 km, um das Ufer an den unterschiedlichsten Stellen zu erreichen, wo sie dann noch mehr oder weniger lange Strecken in die erste Wechselzone laufen mussten. Von den Hammer Athleten kam Kay Bieker noch am besten mit den Umständen zu Recht und erreicht als 83. nach 1:02:49 Std. die Wechselzone.

Gleich zwei Mal passierten die Teilnehmer dann auf dem Rundkurs die Wechselzone in Utersum auf Föhr und lieferten sich und den Zuschauern packende Duelle auf unterschiedlichem Terrain. Kay Bieker erlebte auf dem Rad leider einen rabenschwarzen Tag und musste einen Gegner nach dem anderen passieren lassen. Kurz vor Erreichen der Wechselzone holte ihn so auch seine Vereinskollegin Daniela Keil ein, die bei dem starken und böigen Wind eine hervorragende Zeit von 1:21:49 Std. fuhr. Kurz nach den Beiden beendete auch Michael Zarth diese Disziplin mit einer Radzeit von  1:21:14 Std. und konnte ebenfalls noch das ersehnte Ticket für die Überfahrt nach Sylt ziehen.

Die drohende Tide verhinderte dann wie erwartet, dass es alle Teilnehmer nach Sylt schaffen würden. Einige mussten tatsächlich nach der Raddisziplin um 16:50 Uhr das Rennen beenden. Hierunter Bettina Zarth, die trotz einer Radzeit von 1:28:26 Std. leider erst um 16:54 Uhr die zweite Wechselzone erreichte.

Daniela Keil, Kay Bieker und Michael Zarth gelangten in drei aufeinander folgenden Booten nach Hörnum auf Sylt. Hatten sie vor dem Start noch gehofft, sich auf dieser Überfahrt etwas erholen zu können, stellte die Fahrt in den als Fähren eingesetzten offenen Speedbooten bei dem starken Wellengang eher eine weitere Disziplin dar, die es zu bewältigen galt. Mit entsprechen weichen Beinen ging es auf die etwas über 10 km lange Laufstrecke, die als Höhepunkt eine 2,5 km lange Teilstrecke entlang der Westküste durch feinsten sylter Nordseestrand bot, der die Athleten endgültig an ihre Leistungsgrenzen führte.

Mit einer Gesamtzeit (einschließlich Bootstransfer) von 4:14:05 Std. erreichte Daniela Keil einen 33. Platz in der Frauenwertung, gefolgt von Michael Zarth mit 4:16:42 Std. mit Platz 171 in der Männerwertung und Kay Bieker in 4:26:19 Std. als 201.

Fazit: Ein bemerkenswerter Wettkampf, deren logistische Herausforderungen der Veranstalter gut im Griff hatte. Für Wiederholungen sollte jedoch auf die Schwierigkeiten der Schwimmstrecke hingewiesen werden, die selbst für gute Schwimmer eine Herausforderung ist.

Auch Daniel Unger, sportlicher Leiter und Weltmeister auf der Kurzdistanz, war begeistert: „Heute hat alles gepasst. Wir haben ein Top-Niveau gesehen und ich bin von den Teilnehmern wirklich beeindruckt. Ich kenne kaum eine Strecke auf der Welt, die einem so viel abverlangt, wie diese hier. Sicherlich hat dies auch der eine oder andere Teilnehmer unterschätzt, der von der Tide ausgeknockt wurde!“

Versöhnlicher Saisonabschluss - Tri-As erreicht Podestplatz

von Bettina Zarth

Zum Abschluss der diesjährigen Oberligasaison des nordrhein-westfälischen Triathlonverbandes trat die erste Mannschaft des Tri-As Hamm mit Mirco Hammerl, Christian Härtel, Jörg Wagner und Christoph Wenke am vergangenen Sonntag beim Channel Triathlon in Rheine an. Nach einer verletzungs – und krankheitsbedingt durchwachsenen Saison gelang es dem Team bei dem Sprintwettkampf den 3. Rang und damit einen Podestplatz zu erreichen.

Perfektes Sommerwetter zum Start führte zu einem Neoprenverbot, da der Mittellandkanal bei Rheine mit 23 Grad zu warm war, was bei den Tri-As‘lern angesichts der nur kurzen Schwimmdistanz von 500m allerdings keine Aufregung auslöste. Die erste Disziplin im Kanal absolvierte Christian Härtel als schnellster des Tri-As Quartetts auf dem dritten Platz. Dicht gefolgt von Christoph Wenke, Mirko Hammerl und Jörg Wagner ging es auf die 20 Kilometer lange Radstrecke. Hier konnte insbes. Jörg Wagner mit einer starken Aufholjagd viele Plätze gut machen.

Beim abschließenden 5 Kilometer Lauf erreichte Christian Härtel trotz eines Sturzes auf der Radstrecke als gesamt Vierter das Ziel. Mirko Hammerl schaffte bei seinem ersten Ligastart in dieser Saison einen starken zwölften Platz. Das gute Mannschaftsergebnis vervollständigten Jörg Wagner und Christoph Wenke auf den Plätzen 31 und 41, was Gesamtplatz drei hinter den dominierenden Teams aus Mönchengladbach und ihren „Lieblingskonkurrenten“ aus Münster bedeutete.

In der Endabrechnung der Oberliga belegt der Tri-As Hamm damit den 8. Platz, somit eine guten Platzierung im Mittelfeld von 18 Mannschaften. Insbesondere die Platzierung des letzten Wochenendes lässt die Triathleten aus Hamm optimistisch auf die kommende Saison blicken, um dann den Aufstieg perfekt zu machen.

 

Ein sportlicher Traum wird wahr – Bockum-Höveler Triathlet startet bei Europas härtestem Triathlon, dem Triple Ultra Triathlon Lensahn

von D.Gräwe

von Detlef Gräwe

"Iron Man" - diesen Namen haben die Sportler jenem Wettbewerb auf Hawaii gegeben, der in einem Contest Schwimmen, Radfahren und Laufen vereint.

Die Strecke: 3,86 Kilometer Schwimmen im offenen Meer, 180,2 Kilometer auf dem Rad und ein Marathonlauf, also nochmal 42,195 Kilometer. Der Name ist dabei Programm: Diejenigen, die es ins Ziel schaffen, brauchen eine eiserne Konstitution. Eine Steigerung ist da kaum möglich.

Mehr geht nicht…?

Falsch gedacht. Zum Beispiel im kleinen Lensahn im Kreis Ostholstein. Gut, es gibt keine Gewässer, in denen sich Haie tummeln, sondern nur das örtliche Schwimmbad. Die Radstrecke führt auch nicht bei 40 Grad Celsius vorbei an glühenden Lavafeldern, dafür müssen die Athleten aber auf jeder Strecke die dreifache Distanz bewältigen. Der Triple UltraTriathlon beinhaltet 11,4 Kilometer Schwimmen, 540 Kilometer Radfahren und 126,6 Kilometer Laufen.

Nur 6 Wochen nach seinem Start über die doppelte Ironman-Distanz beim 2. Double Ultra Triathlon Emsdetten (7,6 km Schwimmen, 360 km Radfahren, 84,4 km Laufen), den er in einer Zeit von 32:21:56 Std. finishte, ging der 61-jährige Bockum-Höveler Triathlet Detlef Gräwe vom Tri-As Hamm beim 24. Int. Triple Ultra Triathlon in Lensahn an den Start, der vom 24.07. – 26.07.2015 stattfand.

Für dieses große sportliche Event hatte er sich bereits im November vergangenen Jahres angemeldet und sein gesamtes Training nur auf dieses besondere Ereignis abgestimmt.

Nach seiner Anreise am Mittwoch wurde zunächst die Unterkunft in der örtlichen Gemeinschaftsschule bezogen. Dort wurden für die Athleten auf Wunsch Klassenzimmer zur Verfügung gestellt. Am darauffolgenden  Donnerstag stand morgens um 11 Uhr eine Wettkampfbesprechung auf dem Programm: die Schwimmbahnen wurden eingeteilt, ein ärztliches Attest, der aktuelle Hämatokritwert und eine Abtrittserklärung mussten vorgelegt werden. Abends ging es mit der Eröffnungsveranstaltung weiter, bei der jeder einzelne Athlet persönlich vorgestellt wurde und seine Startunterlagen bekam. Im Anschluss fand die Pastaparty mit sämtlichen Helfern, begleitenden Familien und Freunden statt. 

Freitag früh um 7 Uhr wurde es ernst. Für 41 Athleten aus 10 Nationen, darunter 6 Frauen, fiel der Startschuss zum 24. Triple Ultra Triathlon Lensahn, der gleichzeitig auch ein Weltcup-Rennen war. Das Wetter war gut, die Sonne schien und unter dem Applaus zahlreicher Zuschauer legten die Athleten die ersten von insgesamt 228 Bahnen à 50 m = 11,4 km zurück. Geschwommen wurde auf 6 Bahnen, eingeteilt nach Leistungsstärke. Um eine Unterkühlung der Teilnehmer zu verhindern besteht  Neoprenpflicht.

Detlef  Gräwe stieg nach 4:41:39 Stunden als 34. aus dem Wasser und lief zügig in die Wechselzone im Freibad, um sich von seinem Betreuerteam in die Radkleidung helfen zu lassen und auf den Radparcours zu wechseln. Die Teilnehmer mussten insgesamt 112 Runden à 4,84 km = 540 km fahren. Die Strecke führte vom Schützenplatz in Lensahn nach Nienrade und war eine Wendepunkstrecke. In der Beschreibung der Strecke war zu lesen: „Der Radkurs ist eine flache Strecke und dadurch schnell zu fahren. Es kann aber zu Beeinträchtigungen durch Wind und Regen kommen.“ Und Wind und Regen kamen in der Nacht…  Trotzdem verlor Detlef Gräwe nie die gute Laune und die Betreuercrew versorgte ihn mit warmen Getränken, mit Essen und Regenkleidung. Als der Morgen kam wurde das Wetter nach und nach wieder besser und so konnte Gräwe nach einer Radzeit von 26:50:32 Stunden das Triathlonrad an seine Betreuer übergeben und die Laufschuhe schnüren. Insgesamt war der Bockum-Höveler bis hierhin bereits über 31 Stunden im Wettbewerb und die letzte Disziplin folgte jetzt noch: insgesamt 3 Marathonläufe über 42,195 km.                   

Die Laufstrecke führte über 96 Runden à 1,319 km = 126,62 km durch das angrenzende Wohngebiet an der Gemeinschaftsschule vorbei wieder zum Schützenplatz, dem Zentrum der Veranstaltung. Auch für die Betreuercrew war nicht an Ruhe zu denken. Nach der anstrengenden Nacht hieß es nun den Pavillon mit allen Vorräten und Kleidungskisten, mit Liegestühlen und Decken etc. an die Laufstrecke zu bugsieren. Schließlich standen dem Tri-Asler Gräwe und seiner Crew noch eine weitere Nacht bevor. Während Detlef Gräwe nun Runde um Runde absolvierte, wurde gegen 16 Uhr nachmittags bereits der Sieger des Triple Ultra Triathlons gefeiert. Vorjahressieger und Weltmeister Richard Widmer finishte in der sensationellen Zeit von 33:05:16 Stunden und unterbot seine Bestzeit deutlich. Nun mussten alle weiteren Teilnehmer und Teilnehmerinnen ihre Ausdauer beweisen. Nachmittags setzten heftige Gewitterschauer ein. Es folgten Abschnitte mit Sonnenschein und plötzlich eintretendem Regen. Trotzdem wurden nur kurze Pausen eingelegt, um sich von den Betreuern trockene Kleidung und Verpflegung reichen zu lassen. Die Nacht kam und mit der Nacht kamen auch Sturm und weiterer Regen, der allen Beteiligten stark zusetzte. Am nächsten Morgen ließ der Regen nach, und nach und nach kam die Sonne durch, so dass die Temperaturen wieder angenehmer wurden. Als Detlef Gräwe seine letzten 15 Runden vor sich hatte, zog er nochmal den Turbo an und spulte die Runden unter dem ständigen Beifall der anwesenden Zuschauer und auch der anderen Sportler und Crewmitglieder in zügigem Tempo ab.

Besonders emotional wurde die 96. und damit letzte Laufrunde. Diese wird traditionell gegen die bisherige Laufrichtung gelaufen, damit die noch im Wettbewerb befindlichen Athleten dem kommenden Finisher gratulieren können. Ein Helfer des TSV Lensahn  überreichte dem Tri-Asler Detlef Gräwe die Deutschlandfahne und zusammen mit seinem Betreuerteam, seiner Familie und zahlreichen Freunden ging es für ihn auf die letzte Runde eines wunderschönen Wettbewerbes. Besonders freute ihn, dass sich unterwegs auch der Weltmeister Richard Widmer mit seiner Familie anschloss und so dem Sportler Detlef Gräwe seinen besonderen Respekt für seine tolle Leistung zollte. Erschöpft, aber überglücklich erreichte der Bockum-Höveler Detlef Gräwe zu den Klängen seiner Lieblingsmusik nach 54:14:52 Stunden das Ziel auf dem Lensahner Schützenplatz. ( reine Laufzeit: 22:42:41 Std.) Der Sportler des Tri-As Hamm erreichte damit den 29. Platz von den 41 gestarteten Athleten und Athletinnen und unterbot damit das Zeitlimit von 58 Stunden deutlich.

Zum Abschluss der Veranstaltung fand am Sonntag um 18:30Uhr die Siegerehrung statt. Jeder Athlet und jede Athletin wurde einzeln geehrt und bekam eine Urkunde, eine Medaille und einen Pokal. Für die beiden Erstplatzierten wurde die jeweilige Nationalhymne gespielt. Das Finishershirt hatten die Athleten bereits direkt nach dem Zieleinlauf überreicht bekommen.

Zum Abschluss möchte Detlef Gräwe noch ein  paar persönliche Worte sagen:

„Ich möchte einfach nur Danke sagen, dem lieben Gott, dass er mir die Möglichkeit gibt, solche sportlichen Höchstleistungen zu vollbringen, denn es ist nicht alles selbstverständlich im Leben. Meiner tollen Familie, meiner lieben Frau Gertrud und meiner Tochter Wiebke für die tatkräftige Unterstützung in der Vorbereitung und auch während des Wettbewerbes. Ein besonderes Dankeschön gilt auch meinem Freund und Sportkameraden Frank Keil, der mich schon zweimal so super beim Double Ultra Triathlon Emsdetten betreut hat und auch schon als Radbegleitung beim 101 km langen Hollenlauf in Bödefeld dabei war. Mein besonderer Dank gilt auch dem Veranstalter und den Organisatoren sowie den zahlreichen ehrenamtlichen Helfern, die uns Athleten eine wunderbare Veranstaltung ermöglicht haben. Zuletzt und ganz besonders danke ich meinem Team in Lensahn: Laila Becker, Miriam Kunst und Brigitte Kunst. Ohne euch und eure tolle Betreuung bei Tag und Nacht wäre eine solche Leistung nicht möglich gewesen!“           

Für Detlef Gräwe und seine Familie ging ein wunderschönes und besonderes Erlebnis zu Ende und für sie steht fest: „Lensahn, wir kommen wieder!“

(weiter Informationen zum Wettbewerb unter http://www.triathlonlensahn.de/)

Triathlon Verl - Einen Platz gutgemacht

von Bettina Zarth

VERL.   Dunkle Regenwolken verhießen einen ungemütlichen Wettkampf in Verl. Dennoch reisten Marcus Kleine, Carsten Friedrich, Stephan Rohmann  und Christina Trempler mit einer gehörigen Portion Ehrgeiz in Ostwestfalen an.

Den dritten Wettkampf über die olympische Distanz beendete das Mixed-Team des Tri-As Hamm in der Landesliga Nord auf dem 15. Platz, machten in Verl damit einen Rang ggü. der bisherigen Platzierung gut.

Die Stimmung war eher getrübt beim Anblick der Wechselzone, die nach heftigem Regen am Morgen einem kleinen See glich. Passend zum Startschuss kam aber die Sonne heraus und die vier Tri-As‘ler kämpften sich tapfer durch die 1200 Meter lange Schwimmstrecke. Aufgrund der zuvor sehr warmen Witterung wurde ohne Neopren geschwommen. Als Erster erreichte Friedrich nach gut 30 Minuten festen Boden - kurz darauf folgte Trempler, 2 Minuten später Kleine und kurz dahinter Rohmann.

Auf dem Rad machte besonders Marcus Kleine in seiner Paradedisziplin ordentlich "Druck". So erreichte er mit einer Fahrzeit von 1:02:53 Stunden einen 38er Schnitt und damit persönliche Bestzeit und nahm seinen Teamkollegen einige Minuten ab. Umso erfreulicher für ihn, hatte er in den Wochen zuvor doch noch unter den Folgen eines Radunfalls zu leiden und Trainingsausfälle hinnehmen müssen. Mit satten 36 km/h brausten Carsten Friedrich und Stephan Rohmann über die Radstrecke, die wegen der vielen Wendepunkte, Spitzkehren und Autobahnbrücken alles andere als einfach und vor allem rutschig war, nachdem es ab der zweiten Radrunde wieder stark regnete. Christina Trempler bewies, dass sie trotz erheblicher Magenprobleme richtig kurbeln kann und kam nur wenige Minuten später als ihre drei Mitstreiter in die zweite Wechselzone.

Nach zügigem Wechsel war es an Carsten Friedrich, seine Stärken beim Laufen auszuspielen. Auf der vom Regen matschigen Strecke fing er mit einer Zeit von 50:58 min aber seinen Vereinskollegen Marcus Kleine auf zehn Kilometern nicht mehr ein. Rohmann und Trempler, die am Wochenende zuvor den Staffelwettkampf über die Langdistanz in Roth bestritten und noch nicht vollständig regeneriert hatten, erreichten kurz hinter einander das Ziel.

Gespannt sieht die Mannschaft jetzt dem Abschlussrennen am 30.08.2015 in Riesenbeck entgegen, bei dem sie sich zum Saisonabschluss noch weiter vorne platzieren will.

                                                               Gesamt                               Swim     Bike            Run

Platz 43 Kleine, Markus                            2:27:48                               32:00     1:02:53      51:41

Platz 46 Friedrich, Carsten                       2:29:14                               30:16     1:06:19      50:58

Platz 57 Rohmann, Stephan                   2:37:22                               36:30     1:07:52      51:20

Platz 58 Trempler, Christina                      2:44:27                              30:26     1:15:27      57:14